13.05.2010- Sachsen „daheeme“ in München

    Dass Sachsen und Bayern sich immer mal wieder um den Titel „schönster Freistaat Deutschlands“ streiten, davon hört man in München zur Zeit recht wenig. Hier findet man auf Halle A 6 die Sächsische Botschaft die, so Alfred Debus vom Evangelischen Landesjugendpfarramt, „für einige Sachsen zu einem Ort geworden ist, an dem sie sich „daheeme fühlen“, mitten im Messe-Getümmel des Ökumenischen Kirchentages. „Außerdem kommen wir hier gut mit anderen Kirchentagsbesuchern in Kontakt und unterhalten uns über ökumenische Projekte in Sachsen“ fügt Alfred Debus einen Effekt der Sächsischen Botschaft an.

     

    Die Angebote vor Ort reichen vom Rollstuhlparcours über das Angebot von E-Cards bis zum Kaffee-Betrieb. „Häufig habe ich schon die Frage gehört, ob ich hier der Sächsische Botschafter wäre“ fasst Debus eine Erfahrung des ersten ÖKT-Tages zusammen. Einer der Gäste des ersten Tages war Martin Dulig, Landtagsabgeordneter der SPD im Sächsischen Landtag. Im Gespräch mit den Landesjugendpfarrern und anderen Standbesuchern erzählte er von seiner Beheimatung in der evangelischen Kirche in Sachsen, seinen Erfahrungen als Christ in der SPD, seinen Hoffnungen für die politische Zukunft in Deutschland, und dass man als überzeugter Christ in der Politik durchaus Unterstützung gebrauchen könne.

    Nun ist der erste Botschaftstag Geschichte und die vielen “Sächsischen Botschafter“erwarten neue Gäste, neue Gesprächspartner und neue Hoffnungsbotschaften vom Münchner Ökumenischen Kirchentag.


    14.05.2010 "Wir sehen uns beim Kirchentag in Dresden"

    Spätestens am zweiten Tag des Ökumenischen Kirchentags in München hat die Zukunft begonnen. „Bei vielen Besuchern richtet sich der Blick schon auf den nächsten Evangelischen Kirchentag, der im kommenden Jahr in Dresden stattfindet,“ beschreibt der katholische Bistumsjugendseelsorger Ralph Kochinka die Gespräche, die an der Sächsischen Botschaft stattfinden.

    So konnte am Freitag auch die Kirchentagspräsidentin, Katrin Göring-Eckardt begrüßt werden. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Gäste nach „Sachsen“ kommen und sich bei uns wohl fühlen,“ zieht Ralph Kochinka ein erstes Fazit von der sächsischen Präsenz in München. „Wir unterhalten uns sehr intensiv mit unseren Gästen über Hoffnungen, Planungen und Visionen. Und wir freuen uns natürlich auch, wenn unter den zahlreichen Gästen auch einige bekannte Persönlichkeiten sind.“ Eine dieser bekannten Persönlichkeiten war Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der sich viel Zeit für das Gespräch mit den Sachsen genommen hat. Auch hierbei ging es um die Zukunft und den Kirchentag in Dresden. „Der Minister hat uns bereits zugesagt, im Zentrum Jugend bei uns eine schöne, knackige Jugendveranstaltung mitzumachen,“ freut sich der evangelische Stadtjugendpfarrer von Dresden, Georg Zimmermann, der gleichzeitig auch Projektleiter für das Zentrum Jugend sein wird. Und so manche der Unterhaltungen an der Sächsischen Botschaft wird beendet mit dem Satz: „Wir sehen uns spätestens beim Evangelischen Kirchentag in Dresden!“



    15.05.2010 "Volles Haus in der Sächsischen Botschaft"

    So viele Ehrengäste hat die Sächsische Botschaft an einem Tag noch nicht gesehen. Neben Erzbischof Zollitsch aus Freiburg waren der Bistumskinderchor der Bistümer Dresden-Meißen und Görlitz sowie das Redaktionsteam des Ökumenischen Jugendkreuzwegs in der Sächsischen Niederlassung in München. Während der erste sich über Ökumene in Sachsen informiert hat, haben die zweiten mit ein paar Liedern die Botschaftsgäste erfreut. Und die dritten suchten – und fanden – den Austausch über Erfahrungen mit dem Ökumenischen Jugendkreuzweg, der ja auch in Sachsen regelmäßig durchgeführt wird.

    Dass es beim nächsten Kirchentag keine Sächsische Botschaft mehr geben wird, das versteht sich von selbst. „Schließlich wird der gesamte Kirchentag eine Sächsische Botschaft sein,“ macht Holger Rehländer, Bistumsjugendreferent im Bistum Dresden-Meißen, deutlich. „Und auch wir als Katholiken freuen uns darauf, dabei zu sein, wenn Dresden zum größten deutschlandweiten Christentreffen 2011 wird, schließlich geht die Botschaft von der Ökumene weiter.“ Auch an vielen Hoffnungsblüten kann man diesen Wunsch erkennen. „Ökumene soll auch in Zukunft wichtig sein. Und wir hoffen, mit unserem kleinen Stand ein Zeichen hierfür setzen zu können,“ fasst Holger Rehländer seine eigene Hoffnung zusammen. „Und vielleicht brauchen wir dann irgendwann ja eine Veranstaltung wie den Kirchentag nicht mehr „ökumenisch“ zu nennen, weil das sowieso selbstverständlich ist.“